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Ombudsstellen für Finanzdienstleistungen

Habt ihr gewusst, dass es Ombudsstellen auch für Finanzdienstleistungen gibt? Da wäre der Bankenombudsmann und der Versicherungsombudsmann. Ihre Beratung ist unentgeltlich. Wenn es also mal rechtliche Probleme geben sollte und man sich mit der Gegenpartei nicht einigen kann, darf man sich an den Ombudsmann wenden. Hier der Link mit allen möglichen Ombudsstellen:
Stand April 2020

Kennen Sie Ihr Pensionskassenreglement?

Die Erfahrung zeigt, dass die Wenigsten ihr Pensionskassenreglement kennen. Aber warum auch. Solange man keine Familie absichern muss und nicht vor der Pensionierung steht, ist das verständlich. Ihr spürt vielleicht auf was ich hinaus will. Ich möchte auf die Bedeutung der Pensionskassengelder aufmerksam machen.

a) Es ist wichtig zu wissen, wie man im Fall von Invalidität oder Tod selbst oder die Angehörigen abgesichert sind.

b) Im Fall der Pensionierung bieten einige Pensionskassen attraktive Varianten an. Zum Beispiel Teilpensionierung mit gestaffeltem Kapitalbezug (Steueroptimierung muss im Einzelfall angeschaut werden!!!). So oder so ist es eminent wichtig zu wissen, welche Möglichkeiten man hat und dafür muss man das Pensionskassenreglement kennen. Ich empfehle jedem sich spätestens mit 50 damit auseinander zu setzen. Dann hat man genügend Zeit um die richtigen Weichen zu stellen.

Falls eine genaue Berechnung zu verschiedenen Szenarien gewünscht wird, stehe ich gerne zur Verfügung. Eine Offerte kostet nichts.

Sandra Flückiger
Natel: 077 462 30 07
Mail: info(at)finanzberatung-flueckiger.ch

Einzahlung in die Pensionskasse Sinn oder Unsinn?

Heute herrscht ein allgemeiner Anlagenotstand: die Renditen auf Obligationen sind auf Tiefststand, die Volatilität in den Aktienmärkten hat deutlich zugenommen, Immobilienmärkte sind auf hohem Niveau und die Rohstoffpreise haben auch an Glanz verloren. In dieser Situation denkt man schnell über an eine Einzahlung in die Pensionskasse nach. Lohnt sich eine Einzahlung wirklich? Hier die Vor- und Nachteile kurz zusammengefasst:

Vorteile:

  • Steuerersparnisse
  • höhere Verzinsung als auf einem Sparkonto (hängt allerdings von der Verzinsung im Überobligatorium ab)
  • höhere Altersleistung
  • höhere Invaliditäts- und Todesfall-Leistungen, sofern die Leistungen vom Alterskapital (Beitragsprimat) berechnet werden und nicht vom versicherten Lohn

Nachteile:

  • Geld ist gebunden bis zur Pensionierung, ausser man hat Wohneigentum. Freiwillig einbezahlte Gelder können erst 3 oder sogar 5 Jahre später bezogen werden in Beziehung mit Wohneigentum.
  • Falls Reglement Leistungsprimat vorsieht, erhält man im Invaliditäts- und Todesfall keine höheren Leistungen, weil der versicherte Lohn massgebend ist und die einbezahlten Beiträge werden u.U. nicht ausbezahlt (abhängig vom Reglement).
  • Mögliche zukünftige Gesetzes- und/oder Reglementsänderungen

Aber bevor überhaupt eingezahlt werden kann, sollte abgeklärt werden wie hoch die Vorsorgelücke ist. Zudem müssen die gesetzlichen Einschränkungen beachtet werden:

  • Vorbezug für Wohneigentum muss zuerst wieder zurückbezahlt werden, bevor freiwillige Einzahlungen möglich sind
  • Falls anderweitig Freizügigkeitskapital vorhanden ist, muss dieses vom Einkaufsbetrag abgezogen werden; ebenfalls vom Einkaufsbetrag müssen Einzahlungen in die Säule 3a von früher Selbständigerwerbenden in Abzug gebracht werden, weil diese ebenfalls einen Teil der Vorsorgegelder im Rahmen der 2. Säule darstellen
  • Beim Zuzug aus dem Ausland gelten spezielle Vorschriften für den Einkauf in die Pensionskasse, allerdings nur in den ersten 5 Jahren seit dem Zuzug.

Entscheidungskriterien für Rente oder Kapitalbezug aus der Pensionskasse

Im Grundsatz gilt: Beziehe keine Rente, welche die Bedürfnisse respektive die monatlichen Ausgaben übersteigt.

Weitere Entscheidungskriterien:

  • Zur Person selber
    verheiratet, ledig oder im Konkubinat?
    Kinder vorhanden? Deren Alter?
    Altersunterschied zum Ehepartner?
    Lebenserwartung?
  • Zur Pensionskasse
    Höhe des möglichen Kapitalbezugs?
    Höhe des zu erwartenden Rentenumwandlungssatzes?
    Höhe der Leistungen für die Hinterbliebenen?
    Wie gut steht es um die finanzielle Situation der Pensionskasse?
    Ist der Ehepartner ebenfalls einer Pensionskasse angeschlossen?
  • Zum finanziellen Umfeld
    Ist Wohneigentum bereits vorhanden oder wird es zum Thema?
    Höhe des Steuerfusses in der Wohngemeinde? Grenzsteuersatz?
    Höhe der Kapitalauszahlungssteuer?
    Ist man vertraut mit Anlagen?
    Persönliche Erwartungshaltungen von den Finanzmärkten (Aktienkurse, Zinsen, Teuerung)
    Stehen grössere Investitionen an (Hobby, Liegenschaft)

Irgendwann müssen wir uns alle einmal für Rente oder Kapital entscheiden, oder vielleicht wird es ein Mix von beidem. Vielleicht können Sie bereits mit Hilfe dieser Entscheidungskriterien Ihre Wahl treffen. Vielleicht möchten Sie aber noch genau wissen wie es betragsmässig aussieht, dann nehmen Sie doch am besten Kontakt mit mir auf. Gerne zeige ich Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten mit Zahlen auf.

Sandra Flückiger, Natel: 077 462 30 07 oder E-Mail: info(at)finanzberatung-flueckiger.ch

 

 

Vorteile/Nachteile bei Rente oder Kapitalbezug aus der Pensionskasse

Vorteil Rente

  • Hohe Sicherheit durch festgelegte lebenslängliche Rente
  • Keine Administration oder Verwaltungskosten der Anlagen
  • Keine Anlagerisiken

Nachteil Rente

  • Kein automatischer Teuerungsausgleich, wird nur auf freiwilliger Basis gewährt
  • Im Todesfall “nur” Witwen- oder Witwerrente 60%, Waisenrente 20% (solange in Ausbildung, längstens bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres); keine weitere Vererbung möglich
  • Keine Flexibilität für einmalig grössere Investitionen
  • Rentner können nach heutiger Rechtssprechung nur bedingt zur Sanierung herangezogen werden; diese Gesetzgebung könnte sich in Zukunft ändern

Vorteil Kapital

  • Eigene Anlagestrategie kann vorgenommen werden
  • Erben können individuell eingesetzt werden
  • Flexibilität im Verbrauch (z.B. spätere Reduktion Hypothek)

Nachteil Kapital

  • Eigenverantwortung für Kapital
  • Anlagekosten
  • Höheres Anlage-Risiko wird in Kauf genommen

Ob Rente oder Kapital ist wiederum sehr individuell zu betrachten. Natürlich ist auch ein Mix möglich. Der Gesetzgeber gibt vor, dass die Pensionskassen im Minimum 25% des obligatorischen Alterskapitals auszahlen müssen. Natürlich hängt es vom PK-Reglement ab, ob sogar höhere Auszahlungen möglich sind. Gerne rechne ich mit Ihnen diverse Varianten durch, nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf:

Sandra Flückiger, Natel: 077 462 30 07 oder E-Mail: info(at)finanzberatung-flueckiger.ch

 

Kapitalauszahlungssteuer bei Vorsorgegelder

Aufgepasst: Kapitalauszahlungssteuer wird zum Zeitpunkt der Auszahlung der Vorsorgegelder erhoben.

Das heisst es ist von Bedeutung, wo der Steuerpflichtige zum Zeitpunkt der Auszahlung wohnt. Im Gegensatz zur Einkommens- und Vermögenssteuer, bei welchem der Wohnsitz am 31.12. massgebend ist.