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Finanzen von A bis Z: G wie Geldsegen

Was tun, wenn plötzlich viel Geld winkt?

Unerwartete Vermögen durch Erbschaft? Bevor Sie Ihre Geldanlage überstürzen, geben Sie Ihren Ideen Zeit zu reifen. (Foto: freepik)

Da kommt man vielleicht unerwartet zu Geld – und dann stellt sich die Frage, wie man es am besten investiert. Mein Tipp: Freuen Sie sich erst einmal und behalten Sie einen klaren Kopf. Und dann machen Sie sich schlau.

In die berufliche Zukunft investieren? Das Geld an der Börse anlegen oder in Kunst? Die Hypothek zurückzahlen? Ein Einkauf in die Pensionskasse? Möglichkeiten, Geld anzulegen, gibt es viele. Falls das Geld aus einer Erbschaft stammt, möchten Sie die Geldanlage vielleicht im Sinne der Erblasserin oder des Erblassers tätigen. Die Frage ist, welche Option Sie langfristig glücklich macht.

Schenken Sie sich Zeit

Es lohnt sich, bei Geldanlagen nichts zu überstürzen. Geben Sie Ihren Ideen Zeit zu reifen und schauen Sie sich Ihre persönlichen Prioritäten an. Damit Sie die Sache nicht auf unbestimmte Zeit verschieben und die Erbschaft dann auf einem Sparkonto herumliegt, setzen Sie sich einen verbindlichen Zeitrahmen.

Informieren Sie sich

Wenn es darum geht, Finanzprodukte miteinander zu vergleichen, hat sich die Plattform moneyland bewährt.

In der Ratgeber-Reihe des Beobachters ist 2022 ein neues Buch erschienen, das den unerwarteten Geldsegen thematisiert: «Plötzlich Geld – so legen Sie richtig an». 

Und wenn Sie sich grundsätzlich Gedanken über Ihre Einstellung zum Geld machen wollen, könnte der Bestseller «Rich Dad Poor Dad» von Robert T. Kiyosaki etwas für Sie sein.

Treffen Sie eine Entscheidung

Möglicherweise haben Sie Angst, etwas falsch zu machen. Das sollten Sie nicht. Bekanntermassen ist Angst eine schlechte Ratgeberin, auch wenn es um Geldanlagen geht. Manchmal tut es gut, wenn man sich vertrauensvoll austauschen und Fragen stellen kann. Wenn Sie eine unabhängige Einschätzung Ihrer Situation wünschen, kommen Sie gern auf mich zu. 

Mehr Finanzwissen gibt es hier am 12. April 2022 – mit  H wie Honorar. 

Finanzen von A bis Z: F wie Familie absichern


Was Invalidität oder Todesfall für die Finanzen Ihrer Familie bedeutet

Verantwortung tragen: Die glücklichen Momente mit dem Nachwuchs geniessen und darüber die weniger glücklichen nicht ausblenden. (Foto: freepik)

An Invalidität oder Todesfall mag man nicht denken, wenn man eine Familie hat. Im Grunde gehen wir Tag für Tag vom Besten aus. Doch wie steht es um die Absicherung Ihrer Liebsten? Ernsthaft hinzuschauen, lohnt sich und gibt ein gutes Gefühl. 

Mit der Geburt eines Kindes verändert sich in finanzieller Hinsicht einiges – und dies nicht nur, weil die Eltern ihr Arbeitspensum vielleicht reduzieren. Auch die erbrechtliche Situation gestaltet sich unweigerlich neu. In einem ersten Schritt ist es ratsam, Grundsätzliches anzuschauen:

  • Im Konkubinat: 
    Wer ohne Trauschein eine Familie gründet, sollte sich Gedanken über die erbrechtliche Regelung machen – etwa in Form eines Testaments oder eines gemeinsamen Erbvertrags. Falls Sie schon ein Testament haben, lohnt es sich, dies bei der Familiengründung zu überprüfen. Unbedingt auch an die Vorsorgegelder denken.
  • Bei Ehepartnern:
    Durch eine Heirat sind einige Dinge schon geregelt, welche die Familie im Fall von Tod oder Invalidität absichern. Zu prüfen ist, ob ein Ehevertrag sinnvoll wäre. Falls schon ein Ehevertrag besteht, ist eine Anpassung denkbar, zum Beispiel mit der Errungenschaftsbeteilung zugunsten der überlebenden Partnerin oder des Partners. 

Sich einen Überblick verschaffen

Bevor Sie schliesslich über zusätzliche Optionen nachdenken, wie Sie Ihre Liebsten absichern können, verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre aktuelle Situation: Wie viel Geld hätte Ihre Familie zur Verfügung, wenn ein Elternteil durch Invalidität oder Tod ausfallen würde? 

  • 1. Säule: Invalidenrente
    Bei Ihrer kantonalen Ausgleichskasse können Sie in Erfahrung bringen, wie hoch Ihre persönliche IV-Rente wäre. (Eine Auflistung der kantonalen Ausgleichskassen finden Sie hier.)
  • 2. Säule: BVG und UVG 
    Wie viel Geld aus der 2. Säule zur Verfügung steht, hängt nicht allein von der Pensionskasse (PK) ab, sondern auch davon, ob Krankheit oder Unfall der Grund für eine Invalidität ist. Natürlich ist dies nur der Fall, wenn Sie in der 2. Säule versichert sind. Haben Sie Ihr PK-Geld auf einem Freizügigkeitskonto parkiert, ist dieser Punkt hinfällig.

Weitere Einkünfte und Vermögen

Vielleicht stellen Sie fest, dass die Einkünfte aus der 1. und 2. Säule den Lebensunterhalt der Familie nicht decken würden. Das bedeutet nicht automatisch, dass Sie unterversichert sind. Möglicherweise steuert die Partnerin oder der Partner ein Einkommen bei. Oder die Familie kann auf bereits vorhandenes Vermögen zurückgreifen. Jede Situation ist unterschiedlich.

Ihre persönliche Einstellung

Wie hoch der Lebensunterhalt sein sollte, ist eine Frage der persönlichen Einstellung. Manche Menschen schätzen die Wahrscheinlichkeit klein ein, dass so ein tragisches Ereignis passiert – und decken deswegen nur die Fixkosten ab. Im Ernstfall würden sie auf alles Luxuriöse verzichten. Zu dieser Gruppe zähle ich mich. 

Vielleicht gehören Sie aber auch zu jener Gruppe von Menschen, die sich sehr gut abgesichert wissen wollen, sodass es keine finanziellen Einschränkungen geben würde.

Jede Familie ist anders, und so sind auch die Lösungen sehr vielfältig. Auf jeden Fall lohnt es sich, die eigene Situation zu kennen. Denn es gibt einem ein gutes Gefühl, wenn man weiss, woran man ist.

Mehr Finanzwissen gibt es hier am 29. März 2022 – mit G wie Geldsegen. 


Finanzen von A bis Z: E wie entdecken

Über neue Wege der Geldanlage

Geldanlage und Vorsorge im Handumdrehen? 2022 ist vieles möglich. (Foto: freepik)

Auch in der Finanzwelt hat die Digitalisierung Einzug gehalten. Die Vorsorge geschieht mit wenigen Klicks, Geldanlage wird automatisiert. Banking vom Liegestuhl aus klingt einfach gut. Wo ist der Haken?

Wer heute sein Geld anlegen möchte, kann aus einer Vielzahl von neuen Angeboten auswählen. Ich habe drei Begriffe aus der schönen neuen Finanzwelt für Sie herausgegriffen:

  • FinTechs
    Im Kofferwort FinTech verschmelzen Finanzdienstleistungen und moderne Technologie miteinander. Finanzdienstleistungen ist ein weit gefasster Begriff, und genauso ist es mit FinTech. Es gibt eine Unzahl von Angeboten: Apps für mobile Bezahlung, Lösungen für Geldanlage und vieles mehr.
  • Robo-Advisory
    An die Stelle eines menschlichen Beraters zur Vermögensverwaltung oder Geldanlage tritt hier ein Algorithmus. Hat sich die Kundin auf eine Strategie festgelegt, wird die Geldanlage automatisiert. Das System Robo-Advisory dürfte besonders Anlegerinnen mit kleinem Vermögen interessieren, weil die Kosten niedrig gehalten werden können. 
  • Crowdlending
    Beim Crowdlending werden Anlegerinnen zu Kreditgeberinnen: Anstelle einer Bank vergibt eine Vielzahl von Menschen einen Kredit. Das können Privatpersonen oder Unternehmen sein. Wichtig ist hierbei, auf die Bonität der Kreditnehmer zu achten. Sonst riskiert man einen Totalausfall.

Auf konkrete Beispiele von Produkten oder Plattformen verzichte ich hier als unabhängige Finanzberaterin bewusst. Wenn Sie Fragen zu einem bestimmten Produkt haben, helfe ich Ihnen gern weiter. 

Bewusstsein für das Risiko

Die digitalisierte Finanzwelt ist verlockend, und für viele Menschen könnte sie ein echter Gamechanger werden. Wer seine 3. Säule bequem am Smartphone erledigen kann, ist vielleicht schneller dabei. Die Hürden für die persönliche Vorsorge sind relativ klein, und Menschen, die sonst gar nicht investieren würden, können es in wenigen Schritten tun.

Ob Robo-Advisory, Crowdlending oder klassische Geldanlage: Das Risiko, das die Anlegerin trägt, bleibt. Sie selbst ist verantwortlich für ihre Entscheidungen. Die unabhängige Finanzberatung gewinnt in einer digitalisierten Finanzwelt an Wert. Denn je besser die Anlegerin im Vorfeld informiert ist, desto bewusster kann sie sich für ihre eigene Geldanlage entscheiden. 

Mehr Finanzwissen gibt es hier am 15. März 2022 – mit F wie Familie.