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Finanzen von A bis Z: M wie mitreden

Buchtipps rund ums Geld

Wann ist ein guter Zeitpunkt, um über Geld zu reden? Eigentlich immer. (Foto: Freepik)

Mit wem sprechen Sie über Ihr Geld? Tun Sie es überhaupt? Für die Sommerzeit hier zwei Bücher, mit denen Sie Ihr Finanzwissen vertiefen können. Denn Sachkenntnis erleichtert Gespräche über Geld, auch wenn es vielleicht ein emotionales Thema ist.

«Über Geld spricht man nicht, das hat man einfach.» Diesem Satz sind Sie sicher auch schon begegnet. Aus meiner Erfahrung spricht man immer dann gern über Anlagen, wenn die Geschäfte gerade gut laufen – im Moment also weniger. Die Aktienmärkte erleben turbulente Zeiten, die Gewinne sind so schnell verflogen, dass man kaum Musse findet, darüber zu sprechen. 

Schwankungen am Markt nutzen

Sorglos können jetzt jene sein, die ihre Anlagen gut diversifiziert  haben. Oder Sie nutzen die hohe Volatilität zu Ihrem Vorteil. Da bieten sich viele Möglichkeiten:

  • Puts oder Calls verkaufen
  • In strukturierte Produkte investieren (z. B. Barrier Reverse Convertible)
  • Bei genügend Liquidität: eigene Positionen aufbauen

Egal was Sie tun: Verfolgen Sie Ihre Anlagestrategie und -taktik  konsequent. Und investieren Sie nur in Dinge, die Sie verstehen. Um Ihr Finanzwissen zu erweitern, empfehle ich zwei Bücher:

«Trading für Dummies» von Karin Roller

Wenn Sie sich intensiver mit Geldanlagen auseinandersetzen möchten, finden Sie hier eine gute Mischung aus allgemeinen Informationen und Details. Karin Roller kratzt nicht nur an der Oberfläche, sie geht aber auch nicht zu tief in die Materie. Die Texte lesen sich flüssig, man erfährt viel Wissenswertes über Börse und Anlagen.

«Frauenpower in Finanzfragen» von Corin Ballhaus

Ein Buch über Finanzen im Allgemeinen und speziell abgestimmt auf weibliche Erwerbsbiografien. Hier bekommen Sie wertvolle Informationen und Tipps für alle Lebenslagen, damit Sie gut informiert eigene Entscheidungen treffen können.

Lust, über Geld zu sprechen? Ich unterstütze Sie gern, wenn Sie Ihre Situation überprüfen möchten und sich eine kompetente Gesprächspartnerin wünschen.

Mehr Finanzwissen gibt es hier am 5. Juli 2022 – mit N wie Neubau. 


Finanzen von A bis Z: L wie Lindt & Sprüngli

Worauf Sie bei Mitarbeiteraktien achten sollten

In guten wie in schlechten Zeiten? Ein Klumpenrisiko kann es auch bei Mitarbeiteraktien geben. (Foto: Freepik)

Neben dem regulären Lohn bieten viele börsenkotierte Unternehmen ihren Mitarbeitenden eine Beteiligung in Form von Aktien an. Woran Sie denken sollten, damit Ihr Engagement zur Erfolgsgeschichte wird, erfahren Sie hier. 

Stellen Sie sich vor: Sie arbeiten bei einem Unternehmen mit brillanten Zukunftsaussichten. Sie stehen zu 100% hinter dem Produkt Ihrer Arbeitgeberin – und nun bekommen Sie die Möglichkeit, einen Teil Ihres Lohns in Form von Mitarbeiteraktien zu beziehen. Vielleicht mit einem grosszügigen Rabatt, vielleicht auch unentgeltlich. Was für ein verlockendes Angebot!

Mehr Motivation im Alltag
Sie können sich denken, dass der Erwerb dieser Aktien Ihren Elan im Büro und Ihre Begeisterung für die Firma weiter steigen lässt. Wenn das Unternehmen auch nur annähernd so erfolgreich ist wie Lindt & Sprüngli – der Aktienwert beträgt +/- CHF 100‘000 – hat sich dieser Handel für Sie bestimmt gelohnt. 

Geldanlage mit Vorteilen
Wir fantasieren weiter: Aufgrund Ihrer Begeisterung ergänzen Sie Ihr Portfolio jedes Jahr mit neuen Mitarbeiteraktien. Ihr Vermögen wächst, und auch in steuerlicher Hinsicht sind Sie zufrieden: Da Ihre Aktien eine Sperrfrist von mehreren Jahren haben, ist Ihr Steuersatz erst einmal reduziert. Und als Aktionärin sind Sie direkt am Unternehmenskapital beteiligt. In gewisser Hinsicht sind Sie sogar Ihre eigene Chefin.

Der Haken: fehlende Diversifikation
Wenn es gut läuft, steigen die Aktienwerte in den Himmel und Sie verdienen sich eine goldene Nase. Im schlimmsten Fall aber verliert man bei einem schlechten Geschäftsgang nicht nur die Stelle, sondern auch das Vermögen. Derartiges mussten zahlreiche Swissair-Angestellte im Zuge des Grounding erleben. 
Denn was bei einer solchen Erfolgsgeschichte schnell vergessen geht, ist die Diversifikation – der Grundpfeiler einer erfolgreichen Geldanlage. So loyal Sie Ihrer eigenen Arbeitgeberin gegenüber auch sein mögen: Das Aktienportfolio sollte zu Ihrem Risikoprofil passen und nicht nur zum Unternehmen, das Sie anstellt.

Sie suchen Tipps und Tricks zur Geldanlage?

Im Factsheet erfahren Sie mehr (kostenloser Download).

Mehr Finanzwissen gibt es hier am 21. Juni 2022 – mit M wie mitreden.