Menu Close

Finanzen von A bis Z: V wie Vorsorge

Was Selbstständige für eine entspannte Zukunft tun können

Freude am Tagesgeschäft? Denken Sie auch an die Zukunft. Pensionskasse und Säule 3a eröffnen Selbstständigen gute Perspektiven. (Foto: Freepik)

Wenn man sich selbstständig macht, ist die Motivation oft so gross, dass man darüber ein paar finanzielle Details vergisst. Das soll Ihnen nicht passieren. In Teil 2 der Serie «Einzelunternehmen gründen» geht es heute ums Thema Vorsorge. (Zu Teil 1)

Säule 3a fürs Einzelunternehmen

Als Einzelunternehmerin ohne Anschluss an eine Pensionskasse können Sie bis zu 20 % Ihres Erwerbseinkommens in die Säule 3a einbezahlen und von den Steuern abziehen. Es gilt hier ein Maximalbetrag von CHF 34‘416.

Anders verhält es sich, wenn Ihre Firma eine AG oder eine GmbH ist. Dann sind Sie ab der Eintrittsschwelle von CHF 21‘510 obligatorisch an eine Pensionskasse angeschlossen, und es gilt ein Maximalbetrag von CHF 6‘883. 

Lebensversicherung abschliessen?

Wenn Sie darüber nachdenken, eine Lebensversicherung als Altersvorsorge abzuschliessen: Davon rate ich ab. Trennen Sie Altersvorsorge und Risikoversicherungen voneinander. Es gibt eine bessere und institutionalisierte Möglichkeit, sich und seine Familie zusätzlich abzusichern: Auch Einzelunternehmerinnen können sich einer Pensionskasse anschliessen. Der Vorteil: Mit einer Pensionskasse sind sie günstig gegen Invalidität oder für den Todesfall versichert. Das Alterskapital kann in eine Rente umgewandelt werden (siehe auch «Kapital oder Rente?»). In guten Jahren, in denen Sie viel Einkommen generieren, können Sie in der Pensionskasse Deckungslücken schliessen. Anders bei der Säule 3a: Hier können verpasste Einzahlungen später nicht nachgeholt werden. 

Die passende Pensionskasse

Als Einzelunternehmerin liegt es an Ihnen, ob Sie sich einer Pensionskasse anschliessen. Nur mit einer AG oder GmbH sind Sie dazu verpflichtet (ab CHF 21‘510). Zahlreiche Berufsverbände in der Schweiz bieten ihren Mitgliedern die Möglichkeit eines Pensionskassenanschlusses. Der Verband Frauenunternehmen VFU bietet sogar mehrere Möglichkeiten an.

Schauen Sie genau hin, bevor Sie sich festlegen. Die Anbieter und auch die einzelnen Pläne unterscheiden sich erheblich. Einige wichtige Begriffserklärungen finden Sie auch im Blogbeitrag und im Artikel «Welche Pensionskasse passt zu mir?»

Besteht eine Einschusspflicht?

Die Pensionskassen lassen sich grob in drei Kategorien einteilen, die unterschiedliche Risiken rückversichern.

  • Vollversicherer: Hier sind alle Risiken rückversichert. Es besteht keine Einschusspflicht.
  • Halbautonome Pensionskasse: Nur das Anlagerisiko ist nicht rückversichert. Damit Sie das Risiko einer Einschusspflicht abschätzen können, werfen Sie einen Blick auf den Deckungsgrad und die Allokation des Portfolios.
  • Teilautonome Pensionskasse: Langlebigkeit und das Anlagerisiko sind nicht rückversichert. Hier lohnt es sich, den Deckungsgrad, den technischen Zinssatz und das Verhältnis zwischen Rentnern und Erwerbstätigen anzusehen.

Pläne vergleichen: Mehr sparen oder mehr versichern?

Wenn Sie eine Pensionskasse gefunden haben, die Ihnen zusagt, können Sie aus unterschiedlichen Vorsorgeplänen wählen. Es gibt solche mit tieferem Eintrittsschwellenwert (CHF 21‘510) und ohne Koordinationsabzug (CHF 25‘095) oder nur mit einem höheren Sparanteil. 

Die Idee dahinter ist, einen höheren Sparanteil zu erreichen und/oder sich besser zu versichern. Beachten Sie: Die Rentenleistung aus der 1. und der 2. Säule ist gesamthaft nie höher als 90 % Ihres AHV-pflichtigen Lohns.

Konditionen im Obligatorium

Das Obligatorium liegt zwischen CHF 21’510 und CHF 86’040. Für diesen Bereich gibt der Gesetzgeber Mindestleistungen vor, zum Beispiel zur Verzinsung des Alterskapitals, zum Umwandlungssatz, zur Rentenhöhe im IV- oder Todesfall. Es ist der Pensionskasse natürlich immer freigestellt, bessere Leistungen zu entrichten. 

Alles andere betrifft das Überobligatorium. Jede Pensionskasse hat ein eigenes Stiftungsreglement, in dem alle Leistungen festgehalten sind. (Details zu Obligatorium & Co.)

Serie «Einzelunternehmen gründen»: Das erfahren Sie in Teil 1

  • Anmeldung des Einzelunternehmens 
  • Eintrag ins Handelsregister
  • Buchhaltung und Steuererklärung
  • Liquidität

Haben Sie konkrete Fragen zur Firmengründung? Ich stehe Ihnen gern unterstützend zur Seite. Den 3. Teil der Serie «Einzelunternehmen gründen» gibt es hier übrigens am 8. November 2022 – mit W wie Weitsicht. 

Letzte Aktualisierung des Artikels: 25.10.2022


Finanzen von A bis Z: R wie Rendite

Wie eine Zweitmeinung beim Renditevergleich hilft

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Die eigene Rendite im Auge zu behalten, kann je nach Depot auch mal eine Unze Gold wert sein. (Foto: Freepik)

Wer eine:n Vermögensverwalter:in beauftragt, ist wohl erst einmal froh, eine unliebsame Arbeit delegiert zu haben. Wenn Sie Ihre Rendite zwischendurch selbst einmal unter die Lupe nehmen wollen, achten Sie darauf, nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Vielleicht interessieren Sie sich dafür, wie hoch die Rendite unterschiedlicher Anlagen ist. Oder Sie wollen wissen, ob Ihr:e Vermögensverwalter:in einen guten Job macht. Damit Ihre Fragen richtig beantwortet werden, lohnt es sich, Ihre Finanzkenntnisse aufzufrischen oder eine Zweitmeinung von unabhängiger Stelle einzuholen. 

Kosten inklusive?

Einige Vermögensverwalter:innen weisen die Rendite vor Kosten aus, andere hingegen erst nach Abzug aller Kosten. Der Hinweis, nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen, gilt insbesondere, wenn man das eigene Portfolio mit einem Index vergleicht. Denn es gibt Preisindizes (z. B. SMI) und Performanceindizes (z. B. SPI). Behalten Sie dabei im Hinterkopf: Kosten werden in einem Index nie abgebildet.   

Preisindex

Er berücksichtigt nur den Wertzuwachs (Kursgewinn oder -verlust). Wenn man also sein eigenes Portofolio mit dem SMI vergleicht, dann darf man die Erträge und allenfalls die Wiederanlagen nicht berücksichtigen – oder man nimmt am besten einen Performanceindex als Vergleich. Beispiele für Preisindizes sind SMI, Euro Stoxx 50 sowie die meisten internationalen Indizes.

Performanceindex

Er berücksichtigt den Wertzuwachs (Kursgewinn oder -verlust) und Dividenden oder andere Erträge. Wenn Sie die Rendite Ihres Portfolios vergleichen wollen, eignet sich dafür der Performanceindex. Beispiele für Performanceindizes sind der SMIC, ESTX50 EUR NR oder der DAX. 

Übrigens werden viele Indizes sowohl als Preis- als auch als Performanceindex berechnet. Über Wikipedia finden Sie sicher den passenden Index für einen Vergleich.

Im Gespräch bleiben

Wenn Sie also das nächste Mal mit Ihrem Vermögensverwalter sprechen, achten sie einmal darauf, mit welchem Index er den Vergleich macht und fragen sie ruhig nach. Und wenn Sie sich eine unabhängige Zweitmeinung zu Ihrem Depot wünschen: Kontaktieren Sie mich. Gemeinsam finden wir Antworten auf die wichtigen Fragen zu Ihren Finanzen.

Mehr Finanzwissen gibt es hier am 13. September 2022 – mit S wie Sicherheit. 

Finanzen von A bis Z: Q wie Quelle

Warum Immobilien sich nur bedingt zur Altersvorsorge eignen

Eine Immobilie als Altersvorsorge? Denken Sie früh genug daran, wie Sie zu Liquidität kommen. (Foto: Freepik)

Viele Frauen liebäugeln damit, eine Immobilie zur Altersvorsorge zu kaufen. Im Grunde eine gute Idee: Die Immobilienpreise steigen vielerorts, und Aktien sind nicht jedermanns Sache. Der Haken: Nicht immer gelingt es, eine Liegenschaft wirklich zur Geldquelle zu machen.

Ich habe in meiner beruflichen Laufbahn schon einige Fälle erlebt, in denen der Vermögensaufbau in Immobilien geflossen ist, quasi als Altersvorsorge. Aber als das Geld dann benötigt wurde – wegen einer vorzeitigen Pensionierung oder weil man sich einen höheren Lebensstandard gönnen wollte – war das Geld gebunden und man wollte sich nicht von der Immobilie trennen. Die Immobilienpreise waren gestiegen, und die Besitzerin hatte am eigenen Leib erfahren, dass Liegenschaften tatsächlich eine gute Investition sein können.

Der goldene Käfig

Eine Alternative zum Verkauf wäre die Vermietung. Häufig tun sich Immobilienbesitzer:innen damit schwer. Eigentlich möchte man weiterhin beide Immobilien nutzen – oder man scheut den Aufwand, den Mieter verursachen können. So ist man im eigenen Haus gefangen. Eigentlich hätte man genug Vermögen für ein schönes Leben, aber es ist gebunden.

Ein Finanzplan hilft

Was in solchen Fällen hilft, ist ein Plan – am besten nicht erst dann, wenn Sie Liquidität benötigen. Fünf Jahre vorher wäre ideal. So gehen Sie es an:

  • Bringen Sie’s zu Papier.
    Notieren Sie alle Vermögenswerte: Aktien, Firmenbeteiligungen, die Ferienwohnung, Kunst etc. Wenn Sie Ihr Vermögen erst einmal schwarz auf weiss sehen, werden viele Dinge klarer. Das macht den Kopf frei, und Sie erkennen andere Möglichkeiten.
  • Formulieren Sie Ihre Bedürfnisse
    Überlegen Sie, wann Sie wie viel Geld benötigen.
  • Sprechen Sie darüber.
    Über Geld spricht man nicht? Im Gegenteil, wir sprechen viel zu wenig über unsere Finanzen. Andere Menschen schenken einem Inspiration – auch in Geldangelegenheiten. Vielleicht kommen Sie dadurch auf Ideen, die Sie allein nie hätten. 

Und natürlich können Sie auf mich zählen. Wenn Sie Ihre Vermögenssituation unabhängig durchleuchtet haben möchten, melden Sie sich gern bei mir.

Mehr Finanzwissen gibt es hier am 30. August 2022 – mit R wie Rendite. 

Finanzen von A bis Z: P wie Prinzipien

Wie Sie Geldanlage und Nachhaltigkeit miteinander verbinden

Nachhaltig oder nicht? In welcher Form Ihr Geld in der Welt wächst, entscheiden Sie. (Foto: Freepik)

Vielleicht geht es Ihnen wie mir: Ich investiere gern in etwas Sinnvolles und bleibe meinen Prinzipien treu. Genau darum geht es in diesem Impulsbeitrag. Denn das Geld, das Sie anlegen, vermehrt sich nicht einfach. Es bewirkt etwas.

Auf der Suche nach passenden Anlagen habe ich viele sogenannt grüne, sozialverträgliche und nachhaltige Fonds angeschaut. Bei der Analyse der Fact-Sheets ist mir aufgefallen, dass sich unter den zehn grössten Positionen doch sehr bekannte und grosse Unternehmen befinden, die auch Sie bestimmt nicht als «nachhaltig» bezeichnen würden. Einverstanden: Rüstungsunternehmen und Ölgiganten wie z. B. Royal Dutch fehlen, ein paar andere heikle Branchen ebenso.

Kosten im Auge behalten

Bemerkenswert finde ich auch: Im Vergleich zu einem indexorientierten ETF sind die Kosten der Fonds häufig um ein Vielfaches höher. Auch bei der nachhaltigen Geldanlage gilt: Sehen Sie sich das Fact-Sheet genau an und überlegen Sie sich gut, ob Sie in den jeweiligen Fonds investieren möchten.

In ETFs investieren

Eine einfache und günstige Möglichkeit, nachhaltig zu investieren, sind ETFs (Exchange Traded Funds). Diese Indexfonds werden an der Börse gehandelt und bilden die Wertentwicklung eines Index ab. Auch unter den ETF findet man mittlerweile Produkte, die in SRI (Socially Responsible Index) oder nach ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) investieren. 

Viel Know-how zum Thema bietet die Website www.justetf.com. Unter Kategorien finden Sie eine grosse Bandbreite an Kriterien, mit denen Sie Ihre Präferenzen herausfiltern können. So sehen Sie auf einen Blick eine Auswahl von ETFs, die Sie interessieren könnten, zum Beispiel zum Thema erneuerbare Energien

Sich schlau zu machen, lohnt sich. Denn Sinnhaftigkeit und Rendite müssen sich nicht ausschliessen. 

Mehr Finanzwissen gibt es hier am 16. August 2022 – mit Q wie Quelle. 


Finanzen von A bis Z: I wie Intransparenz

Gebühren bei der Geldanlage verstehen

Gebühren im Griff? Damit Ihr Geld in Ihrem Sinne arbeiten kann, lohnt es sich, vorab die Grundlagen zu checken. (Foto: Freepik)

Geldanlage hat mit bewussten Entscheidungen zu tun, und die benötigen eine saubere Grundlage. Man wird kaum darum herumkommen, Gebühren miteinander zu vergleichen. Denn auf lange Sicht können diese einen enormen Unterschied machen. 

Wer im Supermarkt Schokolade kaufen möchte, hat es nicht leicht: Da gibt es die Tafeln mit Haselnüssen, mit Milch, in Bioqualität, fair produziert, mit Zucker und ohne. Ganz zu schweigen von den Pralinés. Am Ende entscheidet man sich wohl für das, was einen gerade am meisten gluschtet. Anders ist es bei Finanzprodukten. Da sieht man auf den ersten Blick kaum Unterschiede, und so landet man schliesslich beim Vergleich der Gebühren. 

Es fängt schon beim einfachen Lohnkonto an: Die einen bieten ein nacktes Konto an, während andere hübsche Päckchen mit Konto, Debitkarte und Kreditkarte schnüren. Ein Vergleich kann aufwändig werden. Wenn es dann um höhere Geldbeträge und eine langfristige Lösung geht, sollte man diesen Aufwand nicht scheuen. Am besten überlegt man sich gleich zu Beginn, wo denn die eigenen Prioritäten liegen – und startet den Gebührenvergleich erst dann. Zwei Beispiele aus dem echten Leben.

Gebührenbeispiel 1: Anlagefonds

Wer mit einem bestimmten Anlagefonds liebäugelt, sollte das Factsheet genau anschauen. Die entscheidende Kennzahl ist der TER (Total Expense Ratio). Diese Gesamtkostenquote gibt an, wie viele Prozent des Fondsvermögens jedes Jahr als Gebühren anfallen. Nicht enthalten sind die Transaktionskosten, die entstehen, wenn der Fonds Wertschriften kauft oder verkauft. 

Einige Anbieter weisen nur die Verwaltungskosten aus und bleiben intransparent, wenn es zum Beispiel um Vertriebskosten geht. Auch bei Umbrella Fonds sollte man genauer hinsehen. Unter einem grossen Schirm-Fonds befinden sich mehrere Unter-Fonds. Den Durchblick über die Gebühren zu bekommen, ist bei den Umbrella Fonds sehr aufwändig. Deshalb empfehle ich ETFs, welche direkt in Wertpapiere investieren und auch physisch repliziert sind.

Gebührenbeispiel 2: 3. Säule

Wer mich kennt, weiss, dass ich Versicherungslösungen in der 3. Säule kritisch gegenüberstehe – unter anderem weil die Kosten hier häufig nicht transparent ausgewiesen sind. Warum? Hier werden zwei Bereiche miteinander vermengt, die man eigentlich getrennt angehen sollte: Sparen und Risiko – das eine bei der Bank, das andere bei der Versicherung.

Zum Vorsorgesparen wendet man sich am besten tatsächlich an eine Bank. In Sachen Kostentransparenz gibt es heute hier sehr innovative Produkte. Wer eine Risikoversicherung gegen Invalidität und Tod separat abschliesst, sieht die Kosten dafür transparent. Zudem kann man eine solche Versicherung auflösen oder verändern, in der Regel ohne zusätzliche Kosten. 

Mehr Finanzwissen gibt es hier am 10. Mai 2022 – mit J wie Jobsharing. 


Konkrete Produkte vergleichen
Ob Anlage oder 3. Säule: Wenn Sie sich den Durchblick bei konkreten Produkten wünschen, kommen Sie auf mich zu. Ich zeige Ihnen gern persönlich, worauf Sie achten sollten.  

Finanzen von A bis Z: G wie Geldsegen

Was tun, wenn plötzlich viel Geld winkt?

Unerwartete Vermögen durch Erbschaft? Bevor Sie Ihre Geldanlage überstürzen, geben Sie Ihren Ideen Zeit zu reifen. (Foto: freepik)

Da kommt man vielleicht unerwartet zu Geld – und dann stellt sich die Frage, wie man es am besten investiert. Mein Tipp: Freuen Sie sich erst einmal und behalten Sie einen klaren Kopf. Und dann machen Sie sich schlau.

In die berufliche Zukunft investieren? Das Geld an der Börse anlegen oder in Kunst? Die Hypothek zurückzahlen? Ein Einkauf in die Pensionskasse? Möglichkeiten, Geld anzulegen, gibt es viele. Falls das Geld aus einer Erbschaft stammt, möchten Sie die Geldanlage vielleicht im Sinne der Erblasserin oder des Erblassers tätigen. Die Frage ist, welche Option Sie langfristig glücklich macht.

Schenken Sie sich Zeit

Es lohnt sich, bei Geldanlagen nichts zu überstürzen. Geben Sie Ihren Ideen Zeit zu reifen und schauen Sie sich Ihre persönlichen Prioritäten an. Damit Sie die Sache nicht auf unbestimmte Zeit verschieben und die Erbschaft dann auf einem Sparkonto herumliegt, setzen Sie sich einen verbindlichen Zeitrahmen.

Informieren Sie sich

Wenn es darum geht, Finanzprodukte miteinander zu vergleichen, hat sich die Plattform moneyland bewährt.

In der Ratgeber-Reihe des Beobachters ist 2022 ein neues Buch erschienen, das den unerwarteten Geldsegen thematisiert: «Plötzlich Geld – so legen Sie richtig an». 

Und wenn Sie sich grundsätzlich Gedanken über Ihre Einstellung zum Geld machen wollen, könnte der Bestseller «Rich Dad Poor Dad» von Robert T. Kiyosaki etwas für Sie sein.

Treffen Sie eine Entscheidung

Möglicherweise haben Sie Angst, etwas falsch zu machen. Das sollten Sie nicht. Bekanntermassen ist Angst eine schlechte Ratgeberin, auch wenn es um Geldanlagen geht. Manchmal tut es gut, wenn man sich vertrauensvoll austauschen und Fragen stellen kann. Wenn Sie eine unabhängige Einschätzung Ihrer Situation wünschen, kommen Sie gern auf mich zu. 

Mehr Finanzwissen gibt es hier am 12. April 2022 – mit  H wie Honorar. 

Finanzen von A bis Z: D wie Diversifikation

Bei Geldanlage langfristig denken

Vielfalt und Abwechslung machen das Leben aus. Genauso ist es auch bei der Geldanlage. Wer langfristig erfolgreich investieren möchte, sollte das Prinzip der Diversifikation berücksichtigen. Und sonst? Hier drei wichtige Punkte. 

Immer wieder sind es unerwartete Ereignisse, die zu Korrekturen an den Aktienmärkten führen. Wann eine Pandemie auftritt und weshalb der Markt sich verändert: Darüber lässt sich nur spekulieren. Will man mit der eigenen Geldanlage langfristig Erfolg erzielen, sollten die folgenden drei Punkte seriös angegangen werden:

  • Die Anlagestrategie
    Hier entscheiden Sie, welchen Anteil Ihres Vermögens Sie für wie lange investieren. Ausserdem legen Sie in der Anlagestrategie Ihren Risikoappetit fest. Auch die Frage, ob Sie Ihre Geldanlage selbst verwalten oder diese Aufgabe delegieren, empfiehlt sich hier zu beantworten.
  • Die Anlagetaktik
    Besonders wichtig ist hier die Diversifikation: Stützen Sie Ihre Geldanlage breit ab, indem Sie Faktoren wie Länder, Laufzeiten und Produkte variieren. Ein Augenmerk darf der Unterscheidung von aktiv und passiv gemanagten Fonds gelten.
  • Die Produkte
    Nicht jedes Produkt führt zum Ziel. Ganz grundsätzlich: Investieren Sie nur in Produkte, die Sie verstehen.

Details zum Thema im Factsheet “Geldanlage

Mehr Finanzwissen gibt es hier am 1. März 2022 – mit E wie entdecken. 

Finanzen von A bis Z: C wie Champagnerstimmung

Gute Zeiten für Vorsorge, Pensionskasse & Co.

Damit nicht nur schöne Erinnerungen bleiben: Vorsorge-Check für Hochzeit, Geburt und Unternehmensglück. (Foto: pixabay)

Anlass zu Feiern bietet das menschliche Leben oft genug: Mal steht eine Hochzeit ins Haus, mal dürfen wir ein Baby willkommen heissen – und manchmal läuft das Geschäft richtig gut. Feste soll man feiern, wie sie fallen. Gleichzeitig gibt es Gedanken, die man sich genau in guten Zeiten machen sollte. Damit aus der Champagnerlaune keine Katerstimmung wird, hier drei Gedankenspiele für Ihre Zukunft. 

Vorsorgecheck Nr. 1: Hochzeit

Zugegeben: Sich schon bei der Hochzeitsplanung mit den Folgen einer Scheidung zu beschäftigen, ist wenig romantisch. Bei den hohen Scheidungsraten ist es vernünftig. Was neben Hochzeitskleid und Tischordnung auf Ihrer To-do-Liste stehen sollte:

  • Güterstand klären
    Gesetzlich vorgesehen ist die Errungenschaftsbeteiligung. Entspricht sie Ihren Vorstellungen oder ist für Sie ein Ehevertrag sinnvoll? 
    Übrigens: Bei der Altersvorsorge spielt Ihr Güterstand keine Rolle, denn die Vorsorgegelder – auch jene der Pensionskasse – werden im Falle einer Scheidung geteilt.
  • Gemeinsamer Finanzplan
    Zahlen Sie sich vom gemeinsamen Konto ein Taschengeld aus oder teilen Sie nur einen gewissen Betrag? Alltäglichen Streitigkeiten kann man vorbeugen, indem man schon vor der Heirat vereinbart, wie man das Einkommen verteilt.
  • Steuern sparen
    Nach der Heirat werden beide Einkommen zusammen besteuert. Welche Möglichkeiten der Steueroptimierung haben Sie?

Vorsorge-Check Nr. 2: Geburt

Viele Faktoren spielen in die Entscheidung hinein, wann eine Mutter nach der Geburt eines Kindes die Lohnarbeit wieder aufnimmt. Aus finanzieller Sicht bringt es viele Vorteile, wenn man ohne Unterbruch im Erwerbsleben bleibt. Diese Fragen sollten Sie sich stellen:

  • Arbeitspensum
    Mit dem Kind wächst auch Ihre Unabhängigkeit: Welche Möglichkeiten bietet Ihr Arbeitgeber, das Pensum für eine bestimmte Zeit zu reduzieren? 
  • Pensionskasse
    Weil Ihre Pensionskasse auch Ihre Familie absichert: Welche Leistungen bietet sie punkto Invalidität, Tod, Alter, Kapitalverzinsung?
  • Netzwerk
    Wer im Gespräch bleibt, hat mittel- und langfristig bessere Chancen. Wie möchten Sie Ihr berufliches Netzwerk in Zukunft pflegen?

Vorsorgecheck Nr. 3: Unternehmerin im Glück

Die Glückssträhne in Ihrer Firma ist hart erarbeitet, keine Frage. Während Ihre Kunden begeistert sind, werfen Sie einen prüfenden Blick hinter die Kulissen:

  • Einzelfirma, GmbH, AG
    Ist die Rechtsform noch die richtige?
  • Lohn
    Ist der Lohn noch zeitgemäss? 
  • Gewinnausschüttung
    Welche Möglichkeiten bieten sich bei der Festsetzung der Dividende?

Mehr Finanzwissen gibt es hier am 15. Februar 2022 – mit D wie Diversifikation. 

Höhe der Einzahlungen in die Säule 3a

Es hängt in erster Linie davon ab, ob in eine Pensionskasse einbezahlt wird oder nicht:

  • Angestellte oder Selbständige mit Pensionskasse: max. CHF 6’826.–
  • Angestellte oder Selbständige ohne Pensionskasse: 20% vom Einkommen (Bruttolohn abzüglich AHV/IV/EO/ALV Beiträge),  max. CHF 34’128.–

Stand 2020