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Ein Bezug der Gelder aus der Säule 3a ist in folgenden Fällen möglich:

  • bei der Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit (für bisher Angestellte)
  • bei der Aufgabe der bisherigen selbstständigen Erwerbstätigkeit und Aufnahme einer neuen, andersartigen selbstständigen Erwerbstätigkeit (für bisher Selbstständigerwerbende)
  • zum Erwerb von Wohneigentum
  • beim definitiven Wegzug aus der Schweiz, resp. aus der EU
  • beim Bezug einer ganzen Invalidenrente der IV
  • ab vollendetem 60. Altersjahr (Frauen 59. Altersjahr); die Altersleistungen werden bei Erreichen des ordentlichen Rentenalters der AHV fällig (65 Jahre für Männer und 64 Jahre für Frauen). Weist der Vorsorgenehmer/in nach, dass auch nach dem ordentlichen Rentenalter erwerbstätig ist, kann weiterhin Beiträge an die Säule 3a geleistet werden und der Bezug kann bis höchstens 5 Jahre nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters der AHV aufgeschoben werden.

Jeder Bezug von Geldern der dritten Säule muss versteuert werden.

Entscheidungskriterien für Rente oder Kapitalbezug aus der Pensionskasse

Im Grundsatz gilt: Beziehe keine Rente, welche die Bedürfnisse respektive die monatlichen Ausgaben übersteigt.

Weitere Entscheidungskriterien:

  • Zur Person selber
    verheiratet, ledig oder im Konkubinat?
    Kinder vorhanden? Deren Alter?
    Altersunterschied zum Ehepartner?
    Lebenserwartung?
  • Zur Pensionskasse
    Höhe des möglichen Kapitalbezugs?
    Höhe des zu erwartenden Rentenumwandlungssatzes?
    Höhe der Leistungen für die Hinterbliebenen?
    Wie gut steht es um die finanzielle Situation der Pensionskasse?
    Ist der Ehepartner ebenfalls einer Pensionskasse angeschlossen?
  • Zum finanziellen Umfeld
    Ist Wohneigentum bereits vorhanden oder wird es zum Thema?
    Höhe des Steuerfusses in der Wohngemeinde? Grenzsteuersatz?
    Höhe der Kapitalauszahlungssteuer?
    Ist man vertraut mit Anlagen?
    Persönliche Erwartungshaltungen von den Finanzmärkten (Aktienkurse, Zinsen, Teuerung)
    Stehen grössere Investitionen an (Hobby, Liegenschaft)

Irgendwann müssen wir uns alle einmal für Rente oder Kapital entscheiden, oder vielleicht wird es ein Mix von beidem. Vielleicht können Sie bereits mit Hilfe dieser Entscheidungskriterien Ihre Wahl treffen. Vielleicht möchten Sie aber noch genau wissen wie es betragsmässig aussieht, dann nehmen Sie doch am besten Kontakt mit mir auf. Gerne zeige ich Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten mit Zahlen auf.

Sandra Flückiger, Natel: 077 462 30 07 oder E-Mail: info(at)finanzberatung-flueckiger.ch

 

 

Vorteile/Nachteile bei Rente oder Kapitalbezug aus der Pensionskasse

Vorteil Rente

  • Hohe Sicherheit durch festgelegte lebenslängliche Rente
  • Keine Administration oder Verwaltungskosten der Anlagen
  • Keine Anlagerisiken

Nachteil Rente

  • Kein automatischer Teuerungsausgleich, wird nur auf freiwilliger Basis gewährt
  • Im Todesfall “nur” Witwen- oder Witwerrente 60%, Waisenrente 20% (solange in Ausbildung, längstens bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres); keine weitere Vererbung möglich
  • Keine Flexibilität für einmalig grössere Investitionen
  • Rentner können nach heutiger Rechtssprechung nur bedingt zur Sanierung herangezogen werden; diese Gesetzgebung könnte sich in Zukunft ändern

Vorteil Kapital

  • Eigene Anlagestrategie kann vorgenommen werden
  • Erben können individuell eingesetzt werden
  • Flexibilität im Verbrauch (z.B. spätere Reduktion Hypothek)

Nachteil Kapital

  • Eigenverantwortung für Kapital
  • Anlagekosten
  • Höheres Anlage-Risiko wird in Kauf genommen

Ob Rente oder Kapital ist wiederum sehr individuell zu betrachten. Natürlich ist auch ein Mix möglich. Der Gesetzgeber gibt vor, dass die Pensionskassen im Minimum 25% des obligatorischen Alterskapitals auszahlen müssen. Natürlich hängt es vom PK-Reglement ab, ob sogar höhere Auszahlungen möglich sind. Gerne rechne ich mit Ihnen diverse Varianten durch, nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf:

Sandra Flückiger, Natel: 077 462 30 07 oder E-Mail: info(at)finanzberatung-flueckiger.ch