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Finanzen von A bis Z: R wie Rendite

Wie eine Zweitmeinung beim Renditevergleich hilft

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Die eigene Rendite im Auge zu behalten, kann je nach Depot auch mal eine Unze Gold wert sein. (Foto: Freepik)

Wer eine:n Vermögensverwalter:in beauftragt, ist wohl erst einmal froh, eine unliebsame Arbeit delegiert zu haben. Wenn Sie Ihre Rendite zwischendurch selbst einmal unter die Lupe nehmen wollen, achten Sie darauf, nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Vielleicht interessieren Sie sich dafür, wie hoch die Rendite unterschiedlicher Anlagen ist. Oder Sie wollen wissen, ob Ihr:e Vermögensverwalter:in einen guten Job macht. Damit Ihre Fragen richtig beantwortet werden, lohnt es sich, Ihre Finanzkenntnisse aufzufrischen oder eine Zweitmeinung von unabhängiger Stelle einzuholen. 

Kosten inklusive?

Einige Vermögensverwalter:innen weisen die Rendite vor Kosten aus, andere hingegen erst nach Abzug aller Kosten. Der Hinweis, nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen, gilt insbesondere, wenn man das eigene Portfolio mit einem Index vergleicht. Denn es gibt Preisindizes (z. B. SMI) und Performanceindizes (z. B. SPI). Behalten Sie dabei im Hinterkopf: Kosten werden in einem Index nie abgebildet.   

Preisindex

Er berücksichtigt nur den Wertzuwachs (Kursgewinn oder -verlust). Wenn man also sein eigenes Portofolio mit dem SMI vergleicht, dann darf man die Erträge und allenfalls die Wiederanlagen nicht berücksichtigen – oder man nimmt am besten einen Performanceindex als Vergleich. Beispiele für Preisindizes sind SMI, Euro Stoxx 50 sowie die meisten internationalen Indizes.

Performanceindex

Er berücksichtigt den Wertzuwachs (Kursgewinn oder -verlust) und Dividenden oder andere Erträge. Wenn Sie die Rendite Ihres Portfolios vergleichen wollen, eignet sich dafür der Performanceindex. Beispiele für Performanceindizes sind der SMIC, ESTX50 EUR NR oder der DAX. 

Übrigens werden viele Indizes sowohl als Preis- als auch als Performanceindex berechnet. Über Wikipedia finden Sie sicher den passenden Index für einen Vergleich.

Im Gespräch bleiben

Wenn Sie also das nächste Mal mit Ihrem Vermögensverwalter sprechen, achten sie einmal darauf, mit welchem Index er den Vergleich macht und fragen sie ruhig nach. Und wenn Sie sich eine unabhängige Zweitmeinung zu Ihrem Depot wünschen: Kontaktieren Sie mich. Gemeinsam finden wir Antworten auf die wichtigen Fragen zu Ihren Finanzen.

Mehr Finanzwissen gibt es hier am 13. September 2022 – mit S wie Sicherheit. 

Finanzen von A bis Z: Q wie Quelle

Warum Immobilien sich nur bedingt zur Altersvorsorge eignen

Eine Immobilie als Altersvorsorge? Denken Sie früh genug daran, wie Sie zu Liquidität kommen. (Foto: Freepik)

Viele Frauen liebäugeln damit, eine Immobilie zur Altersvorsorge zu kaufen. Im Grunde eine gute Idee: Die Immobilienpreise steigen vielerorts, und Aktien sind nicht jedermanns Sache. Der Haken: Nicht immer gelingt es, eine Liegenschaft wirklich zur Geldquelle zu machen.

Ich habe in meiner beruflichen Laufbahn schon einige Fälle erlebt, in denen der Vermögensaufbau in Immobilien geflossen ist, quasi als Altersvorsorge. Aber als das Geld dann benötigt wurde – wegen einer vorzeitigen Pensionierung oder weil man sich einen höheren Lebensstandard gönnen wollte – war das Geld gebunden und man wollte sich nicht von der Immobilie trennen. Die Immobilienpreise waren gestiegen, und die Besitzerin hatte am eigenen Leib erfahren, dass Liegenschaften tatsächlich eine gute Investition sein können.

Der goldene Käfig

Eine Alternative zum Verkauf wäre die Vermietung. Häufig tun sich Immobilienbesitzer:innen damit schwer. Eigentlich möchte man weiterhin beide Immobilien nutzen – oder man scheut den Aufwand, den Mieter verursachen können. So ist man im eigenen Haus gefangen. Eigentlich hätte man genug Vermögen für ein schönes Leben, aber es ist gebunden.

Ein Finanzplan hilft

Was in solchen Fällen hilft, ist ein Plan – am besten nicht erst dann, wenn Sie Liquidität benötigen. Fünf Jahre vorher wäre ideal. So gehen Sie es an:

  • Bringen Sie’s zu Papier.
    Notieren Sie alle Vermögenswerte: Aktien, Firmenbeteiligungen, die Ferienwohnung, Kunst etc. Wenn Sie Ihr Vermögen erst einmal schwarz auf weiss sehen, werden viele Dinge klarer. Das macht den Kopf frei, und Sie erkennen andere Möglichkeiten.
  • Formulieren Sie Ihre Bedürfnisse
    Überlegen Sie, wann Sie wie viel Geld benötigen.
  • Sprechen Sie darüber.
    Über Geld spricht man nicht? Im Gegenteil, wir sprechen viel zu wenig über unsere Finanzen. Andere Menschen schenken einem Inspiration – auch in Geldangelegenheiten. Vielleicht kommen Sie dadurch auf Ideen, die Sie allein nie hätten. 

Und natürlich können Sie auf mich zählen. Wenn Sie Ihre Vermögenssituation unabhängig durchleuchtet haben möchten, melden Sie sich gern bei mir.

Mehr Finanzwissen gibt es hier am 30. August 2022 – mit R wie Rendite. 

Finanzen von A bis Z: P wie Prinzipien

Wie Sie Geldanlage und Nachhaltigkeit miteinander verbinden

Nachhaltig oder nicht? In welcher Form Ihr Geld in der Welt wächst, entscheiden Sie. (Foto: Freepik)

Vielleicht geht es Ihnen wie mir: Ich investiere gern in etwas Sinnvolles und bleibe meinen Prinzipien treu. Genau darum geht es in diesem Impulsbeitrag. Denn das Geld, das Sie anlegen, vermehrt sich nicht einfach. Es bewirkt etwas.

Auf der Suche nach passenden Anlagen habe ich viele sogenannt grüne, sozialverträgliche und nachhaltige Fonds angeschaut. Bei der Analyse der Fact-Sheets ist mir aufgefallen, dass sich unter den zehn grössten Positionen doch sehr bekannte und grosse Unternehmen befinden, die auch Sie bestimmt nicht als «nachhaltig» bezeichnen würden. Einverstanden: Rüstungsunternehmen und Ölgiganten wie z. B. Royal Dutch fehlen, ein paar andere heikle Branchen ebenso.

Kosten im Auge behalten

Bemerkenswert finde ich auch: Im Vergleich zu einem indexorientierten ETF sind die Kosten der Fonds häufig um ein Vielfaches höher. Auch bei der nachhaltigen Geldanlage gilt: Sehen Sie sich das Fact-Sheet genau an und überlegen Sie sich gut, ob Sie in den jeweiligen Fonds investieren möchten.

In ETFs investieren

Eine einfache und günstige Möglichkeit, nachhaltig zu investieren, sind ETFs (Exchange Traded Funds). Diese Indexfonds werden an der Börse gehandelt und bilden die Wertentwicklung eines Index ab. Auch unter den ETF findet man mittlerweile Produkte, die in SRI (Socially Responsible Index) oder nach ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) investieren. 

Viel Know-how zum Thema bietet die Website www.justetf.com. Unter Kategorien finden Sie eine grosse Bandbreite an Kriterien, mit denen Sie Ihre Präferenzen herausfiltern können. So sehen Sie auf einen Blick eine Auswahl von ETFs, die Sie interessieren könnten, zum Beispiel zum Thema erneuerbare Energien

Sich schlau zu machen, lohnt sich. Denn Sinnhaftigkeit und Rendite müssen sich nicht ausschliessen. 

Mehr Finanzwissen gibt es hier am 16. August 2022 – mit Q wie Quelle.