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Finanzen von A bis Z: B wie Budget

Die Wunschliste für Ihre Finanzen 

Kann man alles haben im Leben? Nein, natürlich nicht. Es ist ein Abwägen zwischen Möglichkeiten. Weil die wenigsten Menschen eine unendliche Menge an Geld zur Verfügung haben, lohnt es sich, auch bei den Finanzen Prioritäten zu setzen. Ein realistisches Budget hilft dabei.

Warum ein Budget?

  • Weil Sie damit vorausschauen.
    Wenn Sie wissen, wie viel Geld Sie heute benötigen, können Sie davon auch Ihr Sparziel fürs Alter besser ableiten.
  • Weil Sie Ihre Ausgaben sichtbar machen.
    Mit einem Budget sehen Sie, wofür Sie besonders viel Geld ausgeben und worauf Sie verzichten können. Eine gute Grundlage, um Ihr Sparziel zu erreichen.
  • Weil Sie flüssig bleiben.
    Dank Ihres Budgets wissen Sie, wann welche Ausgaben fällig sind. 
  • Weil Geld für Ihre Wünsche bleibt.
    Mit dem Budget steuern Sie aktiv, wofür Sie Ihr Geld ausgeben. Sie wissen über Ihre Ausgaben Bescheid und können unnötige Ausgaben reduzieren. 
  • Weil es gute Laune macht. 
    Wie fühlt es sich an, die eigenen Finanzen im Griff zu haben? Ja: richtig gut! Ein Budget schenkt Sicherheit und ein gutes Gefühl. 
  • Weil Sie so Ihr Geld vermehren können.
    Wenn Sie einen Überblick über Ihre Finanzenge haben, legen Sie damit den Grundstein für eine erfolgreiche Anlagestrategie.

Budget erstellen: So gehts

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Budget zu erstellen. Diese zwei Schritte haben sich meiner Erfahrung nach bewährt: 

  1. Musterbudget checken
    Laden Sie im Internet ein gutes Musterbudget herunter (z. B. https://budgetberatung.ch) und füllen Sie dieses mit Ihren Beträgen. Je realistischer Sie Ihre Ausgaben einschätzen, desto besser kann Sie das Budget unterstützen.
  2. Erfahrungswerte sammeln
    Wollen Sie es genauer wissen? Dann notieren Sie in den folgenden zwölf Monaten alle Ihre Ausgaben. So schaffen Sie eine persönliche Grundlage für Ihr Budget. Eine Vorlage (Excel) schicke ich Ihnen gern zu. Eine E-Mail an info@finanzberatung-flueckiger.ch genügt. 

Mehr Finanzwissen gibt es hier am 1. Februar 2022 – mit C wie Champagnerstimmung. 

Finanzen von A bis Z: A wie anfangen

Warum es für Geldfragen nie zu spät ist

Es gibt keinen falschen Zeitpunkt, um sich mit seinen Finanzen auseinanderzusetzen. Aber es kann Geld kosten, wenn man sich nicht darum kümmert. Das Problem: Viele Menschen beginnen nie wirklich damit und fallen später aus allen Wolken, wenn sie pensioniert werden. 

Aus diesem Grund starte ich heute diesen Blog. Alle zwei Wochen finden Sie hier Wissenswertes zum Thema Geld und Finanzen. Sie erhalten Informationen, die Sie auf Ihrem Weg unterstützen. Ich möchte Ihnen helfen, die Hemmung vor dem Thema Finanzen zu verlieren – damit Sie Ihr Geld im Griff behalten. 

Zu jung, zu alt, zu viel zu tun

Wer in der Mitte des Lebens, steht, hat alle Hände voll zu tun. Berufstätigkeit, Familie, Haus, pflegebedürftige Angehörige, ehrenamtliches Engagement etc. Ohne dass man es merkt, rückt die Pensionierung näher. Wie wäre es, genau jetzt Klarheit über die eigenen Möglichkeiten zu haben? Oder noch besser: diese Möglichkeiten selbst zu erschaffen?

Fragen über Fragen

Die Finanzen tangieren jeden Lebensbereich, und so sind auch die Fragen dazu sehr unterschiedlich:

  • Soll ich jetzt noch Geld in den Aktienmarkt investieren?
  • Kann ich mir eine vorzeitige Pensionierung leisten?
    Wie könnte ich das bewerkstelligen?
  • Habe ich meine Möglichkeiten, Steuern zu optimieren, ausgeschöpft?
  • Ist es sinnvoll, meine Lücken in der Pensionskasse zu füllen?
  • Soll ich meine Saron-Hypothek – bis vor kurzem die Libor-Hypothek – in eine Festhypothek umwandeln?
  • Wie steht es um meine Versicherungen? Habe ich Einsparpotenzial, weil ich überversichert bin?

«A wie anfangen» 

Wie also starten, wenn Sie sich mit Ihren Finanzen beschäftigen wollen? Klopfen Sie sich auf die Schulter. Dass Sie bis hierhergekommen sind, zeugt von einer Bereitschaft, das Thema anzugehen. 

Überlegen Sie sich als nächstes, welche Wünsche Sie an Ihre Zukunft haben. Und dann vermehren Sie Ihr Wissen über Finanzen im Allgemeinen und über Ihr Geld im Speziellen. Zum Beispiel mit diesem Blog, «Finanzen von A bis Z». Der nächste Beitrag erscheint am 18. Januar 2022. 

Ombudsstellen für Finanzdienstleistungen

Habt ihr gewusst, dass es Ombudsstellen auch für Finanzdienstleistungen gibt? Da wäre der Bankenombudsmann und der Versicherungsombudsmann. Ihre Beratung ist unentgeltlich. Wenn es also mal rechtliche Probleme geben sollte und man sich mit der Gegenpartei nicht einigen kann, darf man sich an den Ombudsmann wenden. Hier der Link mit allen möglichen Ombudsstellen:
Stand April 2020

Kennen Sie Ihr Pensionskassenreglement?

Die Erfahrung zeigt, dass die Wenigsten ihr Pensionskassenreglement kennen. Aber warum auch. Solange man keine Familie absichern muss und nicht vor der Pensionierung steht, ist das verständlich. Ihr spürt vielleicht auf was ich hinaus will. Ich möchte auf die Bedeutung der Pensionskassengelder aufmerksam machen.

a) Es ist wichtig zu wissen, wie man im Fall von Invalidität oder Tod selbst oder die Angehörigen abgesichert sind.

b) Im Fall der Pensionierung bieten einige Pensionskassen attraktive Varianten an. Zum Beispiel Teilpensionierung mit gestaffeltem Kapitalbezug (Steueroptimierung muss im Einzelfall angeschaut werden!!!). So oder so ist es eminent wichtig zu wissen, welche Möglichkeiten man hat und dafür muss man das Pensionskassenreglement kennen. Ich empfehle jedem sich spätestens mit 50 damit auseinander zu setzen. Dann hat man genügend Zeit um die richtigen Weichen zu stellen.

Falls eine genaue Berechnung zu verschiedenen Szenarien gewünscht wird, stehe ich gerne zur Verfügung. Eine Offerte kostet nichts.

Sandra Flückiger
Natel: 077 462 30 07
Mail: info(at)finanzberatung-flueckiger.ch

Vorbezug und Aufschub einer AHV-Rente

Vorbezug einer AHV-Rente

  • jeder Rentenbezüger kann seine Rente 1 oder 2 Jahre im Voraus beziehen, dies hat eine Rentenkürzung von 6.8%, resp. 13.6% pro Jahr zur Folge
  • auch bei einem Vorbezug muss man bis zum ordentlichen Pensionsalter AHV-Beiträge leisten, ausser der Ehepartner bezahlt als Erwerbstätiger mindestens CHF 992.– AHV-Beiträge (Stand 2020)
  • Kinderrenten werden erst mit ordentlichem Pensionsalter ausbezahlt
  • Eine allfällige Witwen/Waisenrente wird ebenfalls gekürzt
  • einen Vorbezug muss man spätestens im Monat vor dem Geburtstag bei der AHV einreichen
  • Ob ein Vorbezug sich lohnt muss in jedem einzelnen Fall überprüft werden

Aufschub einer AHV-Rente

  • möglich 1 bis 5 Jahre (muss mindestens 12 Monate betragen)
  • hat eine Rentenerhöhung von 5.2% bis 31.5% pro Jahr zur Folge
  • die Dauer des Aufschubs muss nicht im Voraus festgelegt werden. Nach einem Jahr kann die erste Rente jederzeit bezogen werden
  • mit dem Aufschub der Altersrente werden auch die Kinderrenten aufgeschoben
  • nach dem Tod wird der Zuschlag auch zu den Hinterlassenenrenten gewährt, nicht aber zur Altersrente des Ehegatten oder der Ehegattin
  • ein Aufschub muss spätestens ein Jahr nach dem ordentlichen Pensionsalter mitgeteilt werden
  • vom Aufschub ausgeschlossen sind IV-Bezüger oder Altersrenten mit Hilflosenentschädigung
  • Ob ein Aufschub sich lohnt muss in jedem einzelnen Fall überprüft werden

Höhe der Einzahlungen in die Säule 3a

Es hängt in erster Linie davon ab, ob in eine Pensionskasse einbezahlt wird oder nicht:

  • Angestellte oder Selbständige mit Pensionskasse: max. CHF 6’826.–
  • Angestellte oder Selbständige ohne Pensionskasse: 20% vom Einkommen (Bruttolohn abzüglich AHV/IV/EO/ALV Beiträge),  max. CHF 34’128.–

Stand 2020

Einzahlung in die Pensionskasse Sinn oder Unsinn?

Heute herrscht ein allgemeiner Anlagenotstand: die Renditen auf Obligationen sind auf Tiefststand, die Volatilität in den Aktienmärkten hat deutlich zugenommen, Immobilienmärkte sind auf hohem Niveau und die Rohstoffpreise haben auch an Glanz verloren. In dieser Situation denkt man schnell über an eine Einzahlung in die Pensionskasse nach. Lohnt sich eine Einzahlung wirklich? Hier die Vor- und Nachteile kurz zusammengefasst:

Vorteile:

  • Steuerersparnisse
  • höhere Verzinsung als auf einem Sparkonto (hängt allerdings von der Verzinsung im Überobligatorium ab)
  • höhere Altersleistung
  • höhere Invaliditäts- und Todesfall-Leistungen, sofern die Leistungen vom Alterskapital (Beitragsprimat) berechnet werden und nicht vom versicherten Lohn

Nachteile:

  • Geld ist gebunden bis zur Pensionierung, ausser man hat Wohneigentum. Freiwillig einbezahlte Gelder können erst 3 oder sogar 5 Jahre später bezogen werden in Beziehung mit Wohneigentum.
  • Falls Reglement Leistungsprimat vorsieht, erhält man im Invaliditäts- und Todesfall keine höheren Leistungen, weil der versicherte Lohn massgebend ist und die einbezahlten Beiträge werden u.U. nicht ausbezahlt (abhängig vom Reglement).
  • Mögliche zukünftige Gesetzes- und/oder Reglementsänderungen

Aber bevor überhaupt eingezahlt werden kann, sollte abgeklärt werden wie hoch die Vorsorgelücke ist. Zudem müssen die gesetzlichen Einschränkungen beachtet werden:

  • Vorbezug für Wohneigentum muss zuerst wieder zurückbezahlt werden, bevor freiwillige Einzahlungen möglich sind
  • Falls anderweitig Freizügigkeitskapital vorhanden ist, muss dieses vom Einkaufsbetrag abgezogen werden; ebenfalls vom Einkaufsbetrag müssen Einzahlungen in die Säule 3a von früher Selbständigerwerbenden in Abzug gebracht werden, weil diese ebenfalls einen Teil der Vorsorgegelder im Rahmen der 2. Säule darstellen
  • Beim Zuzug aus dem Ausland gelten spezielle Vorschriften für den Einkauf in die Pensionskasse, allerdings nur in den ersten 5 Jahren seit dem Zuzug.

Sind Leibrenten sinnvoll?

Eigentlich nicht!

Weil 40% der ausbezahlten Rente als Einkommen versteuert werden müssen. Bei einem eigenen Entnahmeplan muss nur eine Einkommenssteuer auf die Vermögenserträge bezahlt werden. Der Verbrauch des Kapitals ist steuerbefreit. So kommt man finanziell mit einem eigenen Entnahmeplan besser weg, dafür hat man aber keine garantierte lebenslange Rente. Ob Sie diese Sicherheit überhaupt benötigen, kann ich für Sie berechnen.

Viele Versicherungsmakler drängen darauf, einen Teil des Pensionskassengeldes als Kapital zu beziehen und eine Leibrente abzuschliessen. Davon ist abzuraten, weil das Geld 2x versteuert wird und der Umwandlungssatz bei der Leibrente in der Regel viel tiefer ist als bei der Pensionskasse. Eine Leibrente auf zwei Leben hätte einen Vorteil gegenüber der Rente aus der Pensionskasse, weil die Rente für die Witwe oder den Witwer höher ausfallen würde.

Aber wie immer hängen Entscheidungen für oder gegen eine Leibrente immer von den persönlichen Umständen ab. Gerne berate ich Sie auch in diesem Bereich, völlig unabhängig! Nehmen Sie mit mir Kontakt auf:

Sandra Flückiger, Natel: 077 462 30 07 oder E-Mail: info(at)finanzberatung-flueckiger.ch

Fondsgebundene Einmaleinlagen bergen Risiken, die kein Versicherungsmakler erwähnt

Folgendes kann Ihnen bei einer fondsgebundenen Einmaleinlage passieren, wenn die Finanzmärkte und dadurch auch der Fonds sich negativ entwickeln:

Die Kosten für den Todesfallrisiko-Schutz nehmen zu, weil die Differenz zum aktuellen Fondsguthaben und zum garantierten Todesfallkapital wegen schlechter Börsenentwicklung grösser wird. Das bedeutet, die nun höheren Kosten werden aus dem Fondsguthaben finanziert. Die Ersparnisse auf dem Fondsguthaben nehmen durch die höheren Kosten ab. Das ist sehr ärgerlich. Deshalb lieber eine reine Todesfallversicherung abschliessen, da weiss man was man hat.